US-Präsident beeinflusst die Finanzmärkte. Naivität und Goldwaage sind fehl am Platz. Social Media ist ein wichtiges Sprachrohr. Klassische Medien übernehmen ungefiltert. Netflix hat kein besseres Drehbuch.

Nickelpreise unbeeindruckt in enger Range. Vielmehr trotz Nachfragerisiken sogar positive Auswirkungen der gegenwärtigen Krise. Schwefelsäure wird knapp, was das Primärnickelangebot reduzieren könnte.

Am ersten EU-CBAM-Preis für Q1 2026 wird Kritik laut. Einfluss auf Importe erheblich, aber Nachrechnen nicht möglich. Elektroautos im Aufwind durch höhere Spritpreise. US-Zölle auf Alu und Stahl kein „Erfolg“.

China will Rohstoffbörsen öffnen. Auch Nickel-Futures an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) im Gespräch. Doch nichts Genaueres weiß man nicht. Kapitalverkehrsbeschränkungen sind ein Problem.

Beinahe unterhaltsam, wäre es nicht so ernst
Wurde von Alan Greenspan, dem früheren Notenbankpräsidenten der USA, behauptet, Aktien- und Devisenmärkte würden sich bewegen, wenn dieser hustet, gilt für Donald Trump noch einmal eine ganz andere Eskalationsstufe. Auch wenn vermutlich schon ein Flüstern oder eine Andeutung auf der Social Media Plattform „Truth Social“ reichen würde, geht es immer in die Vollen. Selbst wenn inzwischen die Belastbarkeit der Aussagen mitunter in der eigenen Administration unklar sind und diskutiert werden müssen, schickt der US-Präsident beinahe jeden Tag Märkte gnadenlos in die eine oder andere Richtung.

Das ist ein besonderes, neues und sicher auch disruptives Politik-Modell, insbesondere, wenn es gerüchteweise auch mit finanziellen Interessen im engeren oder weiteren Dunstkreis verbunden sein könnte. Es könnte sich aber auch um Fake News der Opposition und der mit diesen verbundenen Medien handeln. Was der über lange Zeit naive Autor, nun im fortgeschrittenen Alter, in den letzten Jahren bezüglich der Vereinigten Staaten von Amerika, deren Selbstverständnis und „Ticken“ noch neu lernen durfte, ist beträchtlich, aber nicht unbedingt nur positiv. Auf jeden Fall ist es so, dass in den USA die Goldwaage bezüglich Worten und Aussagen definitiv anders geeicht ist als im alten Europa. Fast alles im politischen Raum ist PR oder Verhandlungstaktik und daher sind Wahrheiten nicht absolut, sondern alternativ.

Wären die Folgen nicht so weitreichend, mitunter sogar tödlich, müsste man der gegenwärtigen Situation auch ganz offiziell einen hohen Unterhaltungswert beimessen. Die hohe Frequenz der Berichterstattung der Medien in beinahe jedem Winkel der Welt beweisen das. Und darüber hinaus, bewegt immer noch jede Aussage die Finanzmärkte in einer faszinierenden Weise, was definitiv die noch immer faktische, politische und militärische Machtposition der Vereinigten Staaten von Amerika belegt. Würde sich ein Kleinstaat und dessen Regierung so verhalten und äußern, wäre es vermutlich nicht einmal den eigenen Lokalnachrichten eine Schlagzeile wert. Wäre hingegen die Präsidentschaft von Donald Trump im Übrigen nur eine Fiktion, hätte diese als Serie in Netflix vermutlich (auch) ein Milliardenpublikum, allerdings ein freiwilliges.

Seit dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel gegen den Iran am 28. Februar 2026 handelt der Preis für das für die Batterie- und Edelstahlproduktion wichtige Industriemetall Nickel in einem erstaunlich engen Band. Der Kurs an der London Metal Exchange (LME) lag zwischen USD 16.400,00/mt auf der Unterseite und etwas über USD 18.000,00/mt am oberen Rand. Bei den wirtschaftlichen Unsicherheiten und befürchteten Nachfrageeffekten ist das beachtlich und zeigt die gute fundamentale Unterstützung der Notierungen.

Unterstützt durch den gegenwärtigen Waffenstillstand und die damit verbundene Hoffnung auf eine Beendigung des Krieges auf dem Verhandlungsweg, nimmt der Markt gerade erneut die Oberseite ins Visier. Bei Redaktionsschluss betrug der Preis für den 3-Monats-Future rund USD 18.300,00/mt. Für den Aufschwung spielt aber sicher auch eine Rolle, dass sich der US-Dollar gegenüber dem Euro, aufgrund des Wechsels in Ungarn von Orban zu Magyar, aber auch zu anderen wichtigen Währungen abgeschwächt hat. Und nicht zuletzt spielt eine Rolle, dass China laut einem Bericht über einen Stopp der Schwefelsäureausfuhren ab Mai nachdenkt (siehe hierzu auch unten).

Was allerdings die Zunft der Analysten – für den zukünftigen Nickelpreis der Jahre 2026 und 2027 – angeht, scheint deren Ratlosigkeit, ebenso wie deren Beredtheit groß zu sein. Da werden mal eben die Vorhersagen von November 2025 um knapp USD 2.000,00/mt nach oben revidiert, zum Beispiel von USD 15.300,00/mt auf USD 17.750,00/mt für 2026 und für das Folgejahr von USD 16.125,00/mt auf USD 17.278,00/mt, frei nach dem Motto, wie ein Kollege schrieb: „Ich nehme den Kurs von heute plus/minus USD 500,00/mt.“ Natürlich können die Prognostiker die Revision auch inhaltlich begründen.

So geht J.P.Morgan (JPM) in einer Publikation vom 30. März 2026 von einem höheren Floor aus. Das heißt, die erwartete Unterseite des Marktes, welche gleichzeitig eine Unterstützung der Preise ist, verschiebt sich aufgrund der stark reduzierten Förderquoten in Indonesien nach oben. Man bleibt aber davon überzeugt, dass es in 2026 zunächst bei einem Angebotsüberschuss für Primärnickel bleiben wird, selbst dann, wenn sich das Nickelangebot in diesem Jahr um 3 % reduzieren sollte.
Auch wenn gewisse Risiken bestehen, dass Indonesien nicht ganz bei der ausgerufenen, harten Linie bleiben wird und es daher Aufwärtsrevisionen bei den Quoten im zweiten Halbjahr geben könnte, sind die Marktbeobachter von JPM überzeugt, dass die Regierung in den nächsten Jahren hinsichtlich der Lizenzvergabe flexibel bleiben wird, um den höheren Floor zu verteidigen und zu unterstützen. Der Konflikt im Mittleren Osten stellt sicher ein Risiko für die Nachfrageseite dar, man erwartet aber, dass sich, vor allem durch das immense Risiko in den Schwefel-Lieferketten, ein V-förmiger Kursverlauf bei Nickel ergeben könnte.

Schwefel beziehungsweise Schwefelsäure ist ein wichtiger Einsatzstoff bei bestimmten, gängigen Verfahren (HPAL – High Pressure Acid Leach) der Primärnickelproduktion, in denen das Nickelmetall mit Schwefelsäure und Druck aus den Erzen gelaugt und so extrahiert wird. Schwefel ist eine Chemikalie, welche in großen Mengen als Kuppelprodukt der Ölraffination und Gasförderung im Nahen- und Mittleren Osten entsteht.

Zunächst würde daher, bei ausbleibenden Signalen hinsichtlich eines Kriegsendes oder gar einer weiteren Eskalation, wegen der allgemeinen Nachfrageeffekte die Unterseite der Nickelnotierungen getestet. Nach einer gewissen Zeit würde sich dann aber der Faktor einer Schwefelversorgungskrise durchsetzen und könnte den Nickelmarkt in ein Defizit drehen. Damit würden die Kurse wieder ansteigen. Wie immer gibt es auch noch alternative Entwicklungspfade, aber an Logik mangelt es bei diesem Szenario nicht.

CBAM-Preis für Q1 2026 veröffentlicht – Kritik an mangelnder Transparenz
Die Europäische Kommission hat erstmals den Zertifikatspreis für den CO2-Grenzausgleichsmechanismus CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) veröffentlicht. Für das erste Quartal 2026 liegt der Preis laut Kommission bei 75,36 Euro pro Tonne CO2.

Für Kritik sorgt jedoch vor allem die fehlende Transparenz bei der Preisermittlung. Zwar verweist die Kommission darauf, dass die Berechnung auf öffentlich verfügbaren Daten basiere, konkrete Angaben zur genutzten gemeinsamen Auktionsplattform oder zur exakten Datengrundlage fehlen jedoch.

Zusätzlich wird bemängelt, dass die zugrunde liegenden Daten offenbar überwiegend über die European Energy Exchange (EEX) verfügbar sind, deren Informationen für die Öffentlichkeit nur eingeschränkt und oft hinter Bezahlschranken zugänglich sind. Dies verstärke den Eindruck, dass der CBAM-Mechanismus unnötig kompliziert und wenig transparent ausgestaltet wurde.

Auch die organisatorische Einordnung des Instruments wird kritisch gesehen. Dass CBAM unter die Generaldirektion Steuern und Zollunion (DG TAXUD) fällt und nicht – wie der EU-Emissionshandel – unter die Generaldirektion Klimapolitik (DG CLIMA), wird von Kritikern als Hinweis darauf gewertet, dass es sich bei CBAM eher um eine Steuer als um ein klassisches Klimainstrument handelt.

Zwar wurden die mathematischen Formeln für die Berechnung der CBAM-Kosten veröffentlicht, die konkrete Berechnung und die exakten Datenquellen für die Preisermittlung bleiben bislang jedoch unklar. Damit bleibt offen, wie der nun veröffentlichte Preis von 75,36 Euro tatsächlich zustande gekommen ist.

Steigende Kraftstoffpreise und der Konflikt im Nahen Osten – kommen Elektroautos wieder in Mode?
Der weltweite Anstieg der Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und der daraus resultierende Schock bei der Ölversorgung hat Regierungen dazu veranlasst, ihre Energiesicherheit und Energiepolitik neu zu bewerten. Chinas Exportstatistiken könnten ebenfalls darauf hindeuten, dass Konsumenten ihre Entscheidungen bezüglich Mobilität überdenken, da Chinas Auslandsverkäufe von Elektroautos und Hybridfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr um 140 % auf 349.000 gestiegen sind (Bloomberg).

Die fast vollständige Sperrung der Straße von Hormus, einer wichtigen Transitroute für Öl- und Gas-Transporte, hat die Ölpreise auf über 100 Dollar pro Barrel getrieben und sowohl die Industrie als auch die Verbraucher hart getroffen. Berichten zufolge haben einige Länder bereits Notfallmaßnahmen ergriffen, und der Versorgungsschock hat in der Folge die Diskussion über Energiediversifizierung, den küstennahen Ausbau erneuerbarer Energien und eine geringere Abhängigkeit von Öl und Gas im Verkehrs- und Infrastrukturbereich neu entfacht.

Wie Medien berichten, hat das Interesse an Elektrofahrzeugen im Zuge der Auswirkungen des Iran-Konflikts zugenommen. Im März stieg der Absatz von gebrauchten Elektrofahrzeugen in Europa sprunghaft an (Reuters), die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen erreichten im Vereinigten Königreich einen Rekordwert (UK car registrations), während sich die Zulassungen in Südkorea sogar verdoppelten. Reuters berichtete zudem, dass BYD, ein weltweit führender Hersteller von Elektrofahrzeugen, einen Anstieg der Nachfrage auf den Überseemärkten verzeichnete (Reuters).

Die aktuelle Dynamik bei den EV-Verkäufen könnte durch den „Recency Bias“ des Versorgungsschocks im Nahen Osten gestützt werden, wobei potenziell niedrigere Kraftstoffpreise die Dringlichkeit einer Abkehr von Benzin und Diesel verringern. Der Recency Bias (Rezenzeffekt) ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen jüngsten Ereignissen oder Informationen ein überproportional hohes Gewicht beimessen. Die Inlandsverkäufe in China gingen im März allerdings um 14 % zurück (Bloomberg), während europäische Autohersteller ihre EV-Investitionen aufgrund stagnierender Verkäufe und Rentabilität zurückgefahren haben. Das deutet darauf hin, dass die um den Recency Bias bereinigte Nachfrage in den wichtigsten etablierten Märkten weiterhin verhalten ist.

Ein teurer Zoll mit großen Folgen: Warum Amerikas Aluminiumstrategie scheitert
Die US-Regierung wollte mit hohen Zöllen die heimische Aluminiumindustrie stärken. Tatsächlich hat sie jedoch vor allem eines erreicht: höhere Preise, schwächere Lieferketten und zusätzliche Belastungen für amerikanische Unternehmen. Bereits 2018 führte Donald Trump während seiner ersten Amtszeit im Rahmen des sogenannten „Section 232“-Verfahrens einen Zoll von 10 Prozent auf Aluminiumimporte ein. Im vergangenen Jahr wurden diese Abgaben auf 50 Prozent erhöht, Ausnahmen für enge Verbündete wie Kanada wurden gestrichen und die Maßnahmen auf zahlreiche weiterverarbeitete Produkte ausgeweitet – von Konservendosen bis hin zu Industriekabeln.

Die Folgen zeigen sich inzwischen deutlich. Zwar sind die Aluminiumimporte in die USA spürbar zurückgegangen, doch die erhoffte Wiederbelebung der heimischen Produktion blieb aus. Aluminium gehört zu den energieintensivsten Industriemetallen überhaupt. Die hohen Strompreise in den USA sowie die starke Konkurrenz um verfügbare Energie – etwa durch Rechenzentren und KI-Anwendungen – machen die Produktion unattraktiv.

In den vergangenen Jahren mussten mehrere US-Schmelzen schließen, unter anderem in Washington, Missouri und Kentucky. Derzeit sind in den Vereinigten Staaten nur noch vier Primäraluminium-Hütten in Betrieb, von denen lediglich zwei mit voller Auslastung arbeiten. Ein neues Werk in Oklahoma befindet sich zwar in Planung, wird aber frühestens 2030 in Betrieb gehen.

Damit bleiben die USA ganz wesentlich auf Importe angewiesen. Nach Angaben der US Geological Survey deckten Aluminiumimporte zuletzt rund 60 Prozent des amerikanischen Verbrauchs. Gleichzeitig verteuern die Zölle das Metall erheblich. Besonders sichtbar wird dies beim sogenannten „Midwest Premium“, also dem Aufschlag, den amerikanische Käufer zusätzlich zum Preis an der London Metal Exchange zahlen müssen. Dieser Aufschlag hat sich nach Einführung der 50-Prozent-Zölle mehr als verdoppelt.

Verschärft wird die Lage durch den Konflikt mit dem Iran. Staaten am Persischen Golf produzieren rund acht Prozent des weltweiten Aluminiums. Große Mengen an Aluminium, Bauxit und Tonerde werden normalerweise über die Straße von Hormus transportiert. Durch Angriffe und Lieferunterbrechungen sind jedoch wichtige Produktionskapazitäten ausgefallen – unter anderem in Bahrain, wo sich die größte Aluminiumhütte der Welt befindet.

Für amerikanische Unternehmen bedeutet dies eine doppelte Belastung: Sie zahlen nicht nur die weltweit gestiegenen Preise, sondern zusätzlich die hohen inländischen Aufschläge. Aluminium verteuert sich dadurch in zahlreichen Branchen – von Getränkedosen und Haushaltsgeräten bis hin zur Automobil-, Luftfahrt- und Rüstungsindustrie.

Besonders problematisch ist, dass die USA mit Kanada eigentlich einen idealen Partner direkt vor der Haustür hätten. Kanada verfügt über günstige Wasserkraft und gehört traditionell zu den wichtigsten Aluminiumlieferanten der Vereinigten Staaten. Doch die höheren Zölle haben dazu geführt, dass kanadische Produzenten ihre Lieferungen verstärkt nach Europa umlenken. So stieg etwa bei Aluminerie Alouette Inc. – der größten Aluminiumhütte Nordamerikas – der Anteil der Verkäufe nach Europa innerhalb weniger Monate von vier auf 57 Prozent der Produktion.

Damit wird deutlich: Die US-Aluminiumzölle haben ihr Ziel verfehlt. Statt die Versorgungssicherheit zu erhöhen, haben sie die Abhängigkeit von unsicheren Lieferketten sogar noch verstärkt. Für amerikanische Verbraucher und Unternehmen dürfte dieser Kurs daher noch lange teuer bleiben.

Große Ankündigung, offene Fragen: Chinas Rohstoffbörsen vor neuem Öffnungsschritt
China macht einen weiteren Schritt, um seinen Einfluss auf die globalen Rohstoffmärkte auszubauen. Künftig sollen ausländische Investoren Zugang zu chinesischen Futures auf Nickel und Lithiumcarbonat erhalten. Das teilte die China Securities Regulatory Commission (CSRC) in einer Erklärung mit. Insgesamt sollen 14 Futures- und Optionsprodukte für internationales Kapital geöffnet werden. Konkrete Starttermine wurden allerdings noch nicht genannt.

Nickel-Futures werden bislang an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) gehandelt, während Lithiumcarbonat an der Guangzhou Futures Exchange notiert ist. Beide Kontrakte zählen zu den liquidesten Produkten an Chinas Terminbörsen und sind angesichts ihrer Bedeutung für Batterien und die Energiewende auch global von hoher Relevanz.

China ist der weltweit größte Abnehmer vieler Rohstoffe, dennoch werden internationale Referenzpreise bislang vor allem in Finanzzentren wie London oder New York festgelegt. Mit der Öffnung seiner Terminmärkte will Peking mehr Einfluss auf die Preisbildung gewinnen. Gleichzeitig passt der Schritt zur strategischen Zielsetzung, den Renminbi als internationale Handels- und Reservewährung zu stärken.

„Das ist ein bedeutender Schritt“, sagte Tiger Shi, Managing Partner beim Brokerhaus BANDS Financial Ltd.. Er hält es für wahrscheinlich, dass in Zukunft auch weitere Metalle wie Kupfer, Aluminium oder Zink für ausländische Investoren freigegeben werden könnten – im Einklang mit der Internationalisierungsstrategie der SHFE.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Börse einen entsprechenden Plan vorgestellt. Dieser sah unter anderem vor, dass ausländische Marktteilnehmer Fremdwährungen als Sicherheit für Yuan-denominierte Geschäfte hinterlegen können. Kapitalverkehrsbeschränkungen gelten bislang als einer der Hauptgründe dafür, warum China trotz seiner Marktmacht nur eine begrenzte Rolle bei der globalen Preisbildung spielt. Nach Angaben der SHFE soll die Öffnung der Futures-Märkte die chinesische Preisfindungsmacht stärken, das Risikomanagement bei Nichteisenmetallen verbessern und insbesondere die Nickelpreisbildung effizienter machen.

Frühere Öffnungsschritte Chinas hatten allerdings gemischte Ergebnisse. Die Shanghai International Energy Exchange bietet seit 2018 Rohöl- und seit 2020 Kupferkontrakte für ausländische Investoren an, ohne jedoch die Dominanz westlicher Handelsplätze entscheidend zu brechen. Etwas erfolgreicher verlief die Öffnung der Eisenerz-Futures an der Dalian Commodity Exchange im Jahr 2018. Ob Nickel und Lithium nun einen ähnlichen Weg gehen, dürfte aufmerksam beobachtet werden.

LME (London Metal Exchange)

LME Official Close (3 Monate)
15. April 2026
  Nickel (Ni) Kupfer (Cu) Aluminium (Al)  
Official Close
3 Mon.Ask
18.350,00
USD/mt
13.230,00
USD/mt
3.565,50
USD/mt
 
LME Bestände in mt
  16. März 2026 15. April 2026 Delta in mt Delta in %
Nickel (Ni) 283.914 278.064 – 5.850 – 2,06 %
Kupfer (Cu) 311.600 402.625 + 91.025 + 29,21 %
Aluminium (Al) 442.825 393.775 – 49.050 – 11,08 %

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